Die Albert-Schweitzer-Kirche

Die Albert-Schweitzer-Kirche finden Sie in Berlin-Reinickendorf,
Auguste-Viktoria-Allee 51, 13403 Berlin.

Es ist geplant, dass die Kirche ab Frühjahr 2021 umgebaut wird.
Aktuell können wir dort keine Gottesdienste feiern.

Details zur Geschichte

Am Anfang war die Segenskirche und der Beschluss der Kirchenleitung, für das entstehende Neubaugebiet „jenseits des Eichborndamms“ eine eigene Kirchengemeinde aufzubauen. 1969 wurde sie eingeweiht, die Albert-Schweitzer-Kirche. Entworfen und gebaut wurde dieses zeltdachartige Gebäude durch das Architekturbüro Pölzig. Die unterschiedlichen Ebenen – unter und über Straßen-Niveau – sollten der optischen Gestaltung im Kontrast zu den kubischen Blöcken der Siedlung dienen.

Für den Gemeindealltag waren die vielen Treppen jedoch eine mühsame Angelegenheit – förderten aber auch die Hilfsbereitschaft. So kletterte sonntags dann unsere Gemeinde über die Stufen nach oben in die Kirche und während der Woche mit Kinderwagen oder Krückstock in die unteren Gemeinderäume. Diese Hürden könnten direkt Symbol sein für die Schwierigkeiten, Gemeinde und Umfeld zusammenzubringen. So ziemlich in der Mitte des Wohngebietes befand und befindet sich auch heute noch dieses Gemeindezentrum, aber inzwischen hat sich der Gemeindebereich ausgeweitet.

Auf Grund notwendiger Sparmaßnahmen kam es am 01.01.1998 zur Fusion beider Gemeinden mit gravierenden Konsequenzen. Die Segensgemeinde verlor durch Verkauf ihr Gemeindehaus, und der ehemalige Gemeindebereich „Albert Schweitzer“ seine „Kirche“ mit dem sonntäglichen Gottesdienst.

Geplant ist ein Umbau der Albert-Schweitzer-Kirche für ein gemeinsames Gemeindehaus mit Kirchenraum, auch die vielen Treppen sollen verschwinden. Die Segenskirche wurde der zentrale, gottesdienstliche Ort. Ziel war und ist, zwei Zentren in einem vergrößerten, gemeindlichen Bereich zu haben. Es zeigte sich jedoch, dass die Entfernung einerseits und ein sich verzögernder Umbau andererseits, die Hürden größer machten.

In den ersten 20 Jahren entsprach die Gemeindesituation der ähnlicher Siedlungen. Viele junge Familien und eine große Kinderschar bewirkten eine rege Kinder-und Jugendarbeit, Gemeindekreise, Familienbildungsstättenarbeit. Eine rüstige Rentnerschar bildete die Basis für ein fröhliches Gemeindeleben mit Festen, Ausflügen, Chorarbeit mit dem Ziel des gemeinsamen sonntäglichen Gottesdienstes.

Gravierende Einschnitte erfolgten einmal durch den Mauerfall – viele zogen ins Umland – und später durch den Zuzug vieler unterschiedlicher Volksgruppen. War vorher die Albert-Schweitzer-Kirche in ihrer Marktplatzsituation der Ort für Gottesdienst und gemeindliches Leben, so ist jetzt unsere gemeinsame Kita hier untergebracht mit einer Kinderschar unterschiedlichster Prägung – ein Anzeichen aufblühenden Lebens!

Auch Gottesdienste und Veranstaltungen zu besonderen Anlässen finden gelegentlich noch statt. Meist aber ruft die Glocke vergebens zu Andacht und Besinnung, sondern dient immerhin zur Strukturierung des Tages. Der weite Weg zum sonntäglichen Gottesdienst und sonstigem Gemeindeleben ist mühsam, hat aber durchaus auch sein Gutes, fördert er doch Begegnung, Kennenlernen, Begleitung und Kontakte. Auch erste, äußere Veränderungen, wie die teilweise Umgestaltung im Eingangsbereich und Seitenschiff der Segenskirche für Begegnung und Gespräche dienen zur Förderung der Verbindung. Nicht zuletzt sei hier der gelegentliche Orgeldienst vom ehemaligen Organisten aus „Albert Schweitzer“, Herrn Dr. Nieser, sowie der Flötenkreis erwähnt, der unter Leitung von Frau Nieser unermüdlich am musikalischen Brückenbau der Gemeinde mitwirkt.

S. Kosakewitz, Pfarrer i. R.

Pflüget ein Neues. Und Gott spricht: ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.


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